Schadstoffsanierung – Polychlorierte Biphenyle (PCB)

PCB ähneln dem bekannten Umweltgift Dioxin und geraten wegen ihrer Gesundheitsgefährdung immer wieder in die Schlagzeilen. Dabei geht es in der Regel um spektakuläre Fälle wie die Kontamination von Tierfutter, die Belastung von Schulgebäuden sowie um den Nachweis hoher Konzentrationen in Fischen oder Muttermilch. Wegen folgender Stoffeigenschaften wurden PCB häufig im Wohnungs- und Gewerbebau eingesetzt:

Bis etwa Anfang der 1980er Jahre finden wir PCB häufig in Innenräumen, insbesondere in Gebäuden in Betonfertigbauweise. Dabei wurden hochchlorierte PCB-Gemische  als flammenhemmender Anstrich von Deckenplatten verwendet. Zudem können auch Kabelummantelungen und dauerelastische Fugendichtmassen (Kitte, Spachtel-, Dichtungs- und Vergussmassen) niedrigchlorierte PCB-Mischungen enthalten.  Diese fungierten als „Weichmacher“ und gewährleisteten die Dauerelastizität. Eines der gebräuchlichsten Produkte kam unter dem Namen „Thiokol“ in den Handel.

Wegen der Langlebigkeit und der Anreicherung im Körper gehören PCB zu den gefährlichsten Umweltgiften, die zu chronischen Gesundheitsschäden (Krebserzeugend und Fortpflanzungsgefährdend) führen können. Für die Bewertung der Gesundheitsschädigung gelten die Werte der PCB-Richtlinie, die durch Messung der Raumluftkonzentration ermittelt werden. Werden die Grenzwerte der PCB-Richtlinie überschritten, muss eine PCB-Schadstoffsanierung durch eine Fachfirma erfolgen.

Für einen dauerhaften Sanierungserfolg nach den PCB-Richtlinien ist die restlose Entfernung der PCB-haltigen Baustoffe (Primärquellen) erforderlich, das Beschichten hat sich als untauglich erwiesen. Die Entfernung hat entsprechend der TRGS 519 „Technische Regel für Gefahrstoffe – Asbest“ zu erfolgen, weil die PCB ein dem Asbest vergleichbaren Gefährlichkeitsgrad aufweisen.

Nach der Entfernung der Primärquellen muss geprüft werden, ob Sekundärquellen wie Bodenbeläge, Decken und sowie Anstriche von Decken und Wände noch PCB enthalten, die zur Überschreitung der Grenzwerte führen. Dann ist zusätzlich die Schadstoffsanierung der Sekundärquellen erforderlich. PCB-haltige Abfälle gelten als besonders überwachungsbedürftige Abfälle und müssen entsprechend den abfallrechtlichen Vorschriften entsorgt werden.

Unsere Fachleute sorgen für eine ordnungsgemäße Schadstoffsanierung und Beseitigung.

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