Dachplatten und Fassadenelemente aus Asbestzement

Asbestzement nahm als nicht brennbarer Baustoff bis Anfang der 80er Jahre im Hochbau einen bedeutenden Platz ein. Nach jahrzehntelangen Entwicklungen waren die wichtigsten Anwendungsgebiete Dachdeckungen und Fassadenkonstruktionen. Hauptsächlich profilierte Wellplatten, sowie klein und großformatige Tafeln kamen dabei im Wohnungsbau, aber auch im Kommunal- und Wirtschaftsbau zum Einsatz.

Als Anfang der 70er Jahre neue Erkenntnisse über die gesundheitliche Gefährdung durch Asbestfeinstaub bekannt wurden, hatten sich die ehemaligen deutschen Asbestzementhersteller in einem freiwilligen wegweisenden Branchenabkommen mit der Bundesregierung in den 80er Jahren dazu verpflichtet neue Faserzementwerkstoffe für den Bau zu entwickeln und keine Produkte aus Asbestzement mehr in den Markt zu bringen.

Bereits 1982 war ein neuer Faserzementbaustoff entwickelt. Bis Anfang der 90er Jahre wurden alle Faserzementprodukte auf die neue Technologie umgestellt und erfolgreich in den Baumarkt eingeführt. Die Produktion von Asbestzement wurde entsprechend noch vor dem deutschen Asbestverbot im Jahr 1993 eingestellt. Eine Übersicht über die Umstellung einzelner Produkte auf die asbestfreie Faserzementtechnologie findet man im Internet unter www.faserzement.info/faq/home_faq.html. Diese kann als Entscheidungshilfe herangezogen werden, bei der Beurteilung ob Dächer oder Fassadenkonstruktionen bereits in asbestfreier Technologie hergestellt wurden.

Bei den landläufig bekannten Eternitplatten handelt es sich um Platten aus Faserzement, wobei der Begriff „Eternit“ eigentlich nur das Warenzeichen ist. Trotzdem hat sich der Begriff Eternitplatten eingebürgert. Bis 1991 wurden diese Faserzementplatten aus Asbest hergestellt, denn Asbest war ein günstiger und zudem enorm widerstandsfähiger Werkstoff. Eternitplatten aus Asbest zu erkennen ist nicht einfach, jedoch kann man in vielen Fällen bei älteren Häusern davon ausgehen, dass Asbest verwendet wurde, wenn zum Beispiel die typische wellige Form auf Dächern zu sehen ist.

Unser handwerkliches Fachpersonal und die verantwortlichen Bereichsleiter können aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und der entsprechenden Schulung beurteilen, ob die in Frage kommenden Bauteile asbesthaltig sind und gewährleisten die rechtskonforme Demontage und Entsorgung bei der Asbestsanierung.

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